FC CHELSEA
Bereits in der zweiten Saison schafft man nach Platz 2 den Aufstieg in die 1st Division, muss nach nur drei Spielzeiten aber wieder den Gang ins Unterhaus antreten. Überhaupt zeigen sich in der Geschichte des Vereins eine Vielzahl von Höhen und Tiefen. In der ersten Liga hält man sich eher in Gefilden jenseits des Mittelfeldes und steigt insgesamt sechs Mal in die 2nd Division ab. Der erste und bislang einzige Meistertitel datiert aus der Saison 1954/55. Erschreckenderweise kommt der Titelverteidiger aber in der nächsten Saison nicht über einen enttäuschenden 16. Platz hinaus. Nach einem Abstieg 1962 folgen mit dem direkten Wiederaufstieg bis Mitte der 70er Jahre die Goldenen Zeiten der Vereinshistorie. 1965 gewinnt man den Liga-Cup, 1967 verliert Chelsea zwar noch im Finale des FA Cups, drei Jahre später ist es dann aber soweit und man holt den Pokal an die Stamford Bridge. Dieses Finale ist das erste, welches in einem Wiederholungsspiel entschieden wird, da es auch nach Verlängerung zwischen Chelsea und Leeds Utd. Unentschieden steht. In der darauf folgenden Saison gewinnt man den Europapokal der Pokalsieger gegen Real Madrid. Auch in der Liga erreicht der Club in dieser Zeit zumindest respektable vordere Plätze. 1972 wird man im Liga Cup Finale nur zweiter Sieger und danach beginnt das Team, welches größtenteils seit den frühen 60ern zusammen gespielt hat, auseinander zu fallen.
Mitte der 70er folgt der Absturz in die 2. Liga, in der man dann für eine ganze Dekade verweilen muss, unterbrochen durch einen zwischenzeitlichen Aufstieg, dem aber ein Jahr später der letzte Platz und somit der wiederholte Gang ins Unterhaus folgt. 1996 kommt der Holländer Ruud Gullit als Coach zu Chelsea und von da an geht es aufwärts. Robert Di Matteo und Gianfranco Zola werden geholt. In der Premier League stabilisiert man die Platzierungen auf relativ hohem Niveau und auch in den anderen Wettbewerben stellen sich endlich wieder Erfolge ein. Das Jahr 1997 bringt den FA Cup und durch das Tor von Di Matteo im Finale nach nur 43 Sekunden einen Eintrag in die Geschichtsbücher. Unter der neuen Führung von Gianluca Vialli geht 1998 als das erfolgreichste Jahr der Vereinsgeschichte in die Analen ein. Dem Gewinn des Liga-Cups folgt der zweite Titel im Pokal der Pokalsieger mit einem Endspielerfolg gegen den VFB Stuttgart und nachfolgend der Gewinn des Europäischen Supercups. Mit Marcel Desailly und Didier Deschamps werden auch zwei Spieler aus dem französischen Weltmeisterteam an der Stamford Bridge heimisch.
Nur zwei Spielzeiten später holt man den FA Cup zum dritten Mal und in dem Jahr werden zwei Deutsche Jugendspieler nach London gelockt. Sebastian Kneissl von der Frankfurter Eintracht und Robert Huth vom FC Union Berlin kommen als 17 -bzw. 16-Jährige zu Chelsea.
Am 01. Juli 2003 erwirbt der russische Milliardär Roman Abramovich den
Verein und hilft ihm mit einer massiven Finanzspritze aus großen finanziellen
Schwierigkeiten heraus. Abramovich sorgt für ein sportliches Erdbeben
und kauft sich praktisch ein komplett neues Team zusammen. Yves Makaba Makalamby,
Marco Ambrosio, Neil Sullivan, Jürgen Macho und Hernan Crespo sind dabei
noch kleinere Fische. Zusätzlich in Joe Cole, Glen Johnson (beide West
Ham United), die beiden Superstars Claude Makelele und Geremi von Real Madrid,
Juan Sebastian Veron von ManU, Wayne Bridge (Southampton), Adrian Mutu (Parma)
sowie den teuersten Vereinseinkauf aller Zeiten, den Irischen Nationalspieler
Damien Duff, investiert Abramovich insgesamt weit über 160 Mio. € in
eine rosige Zukunft.